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Bundesliga-Bouldern und Alpines Klettern – Vincent Nelius macht beides

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Vincent Nelius bei einem Bundesliga-Boulder - Foto: Janine Langerbein   Vincent Nelius in seinem ersten alpinen Vorstieg - Foto: Thomas Huberty

Bouldern zum warm werden für die Routen in der Kletterhalle – so hat Vincent Nelius das vor wenigen Jahren noch gemacht. Mittlerweile ist das Bouldern zu seinem Hauptsport geworden, in der Boulder-Bundesliga hat er sich kürzlich um 50 Plätze nach oben gekämpft und tritt am 9. Dezember im Finale der 100 besten Boulderer in Stuttgart an. Aufsteigen will der 23-Jährige aber nicht, erzählt er im Interview.

Neben Routen von Thomas Bergfeld schätzt er das alpine Klettern, in dem Kurs „Genussklettern in den Dolomiten“ meisterte er im September 2017 seinen ersten alpinen Vorstieg mit Bravour – und hat Gefallen gefunden am Naturfels.

 

Ein Gespräch mit einem passionierten Allrounder über das Bouldern, Sport- und Alpinklettern:

Von Oliver Knorre

Was fasziniert dich am Bouldern?

„Die Leute, mit denen man zusammen interessante Bewegungsprobleme löst. Die Herausforderung die Route zu schaffen, besser zu werden. Aber das wichtigste ist der Spaß, den ich bei der Sache habe, dadurch werde ich besser und bleibe motiviert.“

Wie oft trainierst du?

„Wenn es gut läuft, zwei-dreimal in der Woche. Ansonsten einmal die Woche, manchmal auch einmal alle zwei Wochen.“

Hast du einen festen Trainingsplan, den du akribisch einhältst?

„Nein. Ich klettere genau das wozu ich Lust habe. Das wird meistens von selbst immer schwerer.“

In welchem Schwierigkeitsgrad boulderst du?

„Habe ich mich bisher noch nicht mit auseinandergesetzt, weil die wenigsten Hallen tatsächlich die Fountainebleau-Skala für ihre Routen angeben. Ich gehe in die Halle rein und gucke mir die Boulder an, die für mich interessant und von den Bewegungsabläufen gut aussehen, die klettere ich dann. Das kann ein mittlerer oder einfacher Schwierigkeitsgrad sein, das kann aber auch am oberen Ende sein. Manchmal sind es auch Routen, wo ich von unten weiß, die kann ich gar nicht schaffen, wo mich dann aber einzelne Züge interessieren. Die versuche ich dann trotzdem. Ich bin an sich immer im oberen Drittel unterwegs.“

Vincent Nelius hat im Bundesliga-Boulderjahr 2017 von den insgesamt elf möglichen Austragungsorten die neun Pflichtwettkämpfe absolviert. Hierzu hat er Boulderhallen im gesamten Bundesgebiet von Januar bis November aufgesucht. Die Kosten trägt Vincent selber. Den Auftakt macht er in Gießen - das trotz vergessener Kletterschuhe.

„Die schlechtesten Leihschuhe die ich je hatte, die hatten vorne schon keine Sohle mehr.“

Fahrten nach Siegen, Osnabrück, Bremen, Berlin, Bamberg, Würzburg und Stuttgart folgen. Nach dem letzten Boulder-Wettkampf in Ulm im November 2017 belegt er in Deutschland Rang 57 in der zweiten Boulder-Bundesliga. Damit hat er sich für das Finale der 100 Besten, das am 9. Dezember 2017 ausgetragen wird, qualifiziert.
Die Regularien der Boulder-Bundesliga könnt ihr unter https://boulder-bundesliga.de/regelwerk/ nachlesen.
Vincent berichtet von seinen Erfahrungen in seinem ersten Bundesligajahr. Nachdem er in Gießen den Muskelkater seines Lebens bekam, machte er es in Berlin besser.

„In Berlin beispielsweise habe ich 13 von 15 Boulder problemlos an einem Abend geschafft. Am nächsten Morgen habe ich dann die restlichen abgehakt. Es ist alles besser geworden, die Technik, das Auge, wann ich welche Route in welcher Reihenfolge klettere, das Aufwärmen. Das Pausenverhalten ist ebenfalls besser geworden. Auch wie ich die Route lese, dass ich schnellst möglich meinen Flash bekomme und nicht so viele Versuche für die Routen brauche und sie schnell wegziehe.“

„Der Vorteil an der Boulder-Bundesliga ist, dass jeder daran teilnehmen kann. Jeder kann sich online anmelden und zu den Hallen fahren und seine Ergebnisse selbst eintragen. In jeder Halle hängen über einen Zeitraum von sechs Wochen im Jahr Liga-Boulder und in dieser Zeit kann man zu den Stationen fahren und die Liga-Boulder klettern. Man muss nicht an einem Tag dahin. Man kann sich die kompletten sechs Wochen Zeit nehmen und dann online sein Ergebnis eintragen.“

Wer überprüft das?

„Die Eintragungen sind auf Vertrauensbasis. Allerdings sieht man das hinterher im Finale wer mogelt.“
„Es ist wichtig zu wissen, dass es quasi vier verschiedene Ligen gibt, unterschieden in Damen und Herren und dann jeweils nochmal 1. und 2 Liga. In jeder Halle für diese Ligen gibt es 15 Boulder. Je nachdem in welcher Klasse man sich anmeldet müssen dann genau diese 15 Boulder geklettert werden. Für jeden Boulder gibt es bestimmte Punkte.“
„Die 100 Besten dürfen dann nochmal zehn Qualifikationsboulder klettern. Die besten sechs nach der Qualifikation kommen ins Finale mit vier Finalbouldern. In der Qualifikation bin ich definitiv dabei, ob auch im Finale wird sich zeigen.“

Rechnest Du Dir Chancen aus, bei der Qualifikation in Stuttgart am 9. Dezember 2017 ins Finale zu gelangen?

„Ich hoffe nicht.“ (lacht dabei)

Warum?

„Sobald ich im Finale bin, muss ich im nächsten Jahr in der 1. Liga teilnehmen. Das würde ich gerne noch vermeiden.“

Warum möchtest du nicht in der 1. Bundesliga bouldern?

„Die Schwierigkeiten in der 2. Liga sind bereits von moderat bis schwer. In der 1. Liga sind die Schwierigkeiten nach oben offen. Teilweise sind die Boulder dann auf Weltcupniveau. Für die 1. Liga bin ich definitiv noch nicht gut genug.“

Startest du in der Boulder-Bundesliga für einen Verband?

„Nein, ich starte für mich.“

Gibt es Boulderer, die für eine Sektion des DAV starten?

„In der Sektion Bonn gibt es ein Wettkampf-Team. Die starten in zwei verschiedenen Ligen und haben einen Coach. Die haben auch alle Stationen mitgenommen. Es gibt auch Teams aus den Stammhallen, die sich zusammengeschlossen haben, Freunde, die zusammen fahren.“

Wie bist du überhaupt zum Bouldern gekommen?

„Janine und ich haben uns immer mit Bouldern warm gemacht im Neoliet und irgendwann hatte ich da mehr Bock drauf. Das war spontaner, als sich immer einzubinden. Ich konnte an einem Tag statt fünf Routen zu klettern, 20 oder 30 Boulder-Probleme da unten abhaken. Ich musste auf niemanden warten der aus der Umkleide gekommen ist. Ich musste nicht warten, bis die Route frei ist und sich irgendjemand einbindet. Einfach losgelegt. Irgendwann bin ich dann mit meinem kleinen Bruder nach Dortmund ins Bergwerk, als die Boulderhalle angebaut wurde, eine Woche nach der Eröffnung. Da sind wir mit dem Zug hingefahren, wir waren eineinhalb Stunden unterwegs, um uns das anzugucken und das war großartig. Vor allem zu dem Zeitpunkt war ich mir nicht sicher, ob er mich überhaupt beim Klettern sichern kann, der Gewichtsunterschied war zu groß. Das war eine wunderbare Möglichkeit zusammen zu klettern, ohne dass man ein Sicherungsgerät, Gurt, Seil und den ganzen Kram braucht.“

Vor zwei Jahren entdecken Vincent und Janine die Boulderhalle Monkeyspot für sich, es wird und ist ihre Trainingshalle.
Im Laufe des Interviews schwärmt Vincent von den Routen, die Thomas Bergfeld schraubt. Thomas Bergfeld ist eine Koryphäe im Routenschrauben, so schraubt er auch Routen für Wettkämpfe.

„Die Routen von dem sind wirklich sehr kreativ, sehr gelungen.“

Das ist auch der Grund, warum Vincent oft den Superblock in Düsseldorf aufsucht, dabei lässt er sich auch nicht von den Eintrittspreisen, die für einen Erwachsenen zwischen 11 und 13 Euro liegen abschrecken. Das Neoliet ist für ihn keine Alternative mehr, auch wenn dort die die Boulderpreise günstiger sind.

„Also es ist ein Unterschied, der wird einem Anfänger nicht auffallen wie die Routen geschraubt sind. Aber wenn man länger klettert und darauf achtet, dann sieht man die feinen Unterschiede zwischen einem guten und einem mittelmäßigen Routenschrauber. Das zeichnet eine gute Boulderhalle aus.“

Hast Du einen Ausgleichssport?

„Nein“

Was sollte man trainieren um erfolgreich zu bouldern?

„Das Beste was man machen kann ist bouldern, das ist auch die Meinung von vielen Boulderern. Beim Bouldern kommt eine Menge zusammen, Koordination ist wichtig, die Probleme werden immer dynamischer, es gibt immer mehr Elemente wo gesprungen und gerannt werden muss. ….. Beweglichkeit ist sinnvoll. Viele machen Yoga nebenbei. … ansonsten wie beim Klettern ist auch die Maximalkraft gefordert….es gibt aber auch Leute die zusätzlich Kraft trainieren, das Campus-Board verwenden …. Im Prinzip ist das aber alles Zeit die man auch bouldern könnte. Wozu soll ich mich an eine Klimmzugstange hängen, wenn ich auch ein Dachboulder klettern kann, trainiere viel mehr dabei und bekomme nebenbei ein Gefühl für die Griffe und Tritte.“

Blick ins Val de Chedul - Foto: Michael Verhoeven 
 Blick ins Val de Chedul - Foto: Michael Verhoeven

Du boulderst in Hallen und kletterst im Landschaftspark Duisburg. Wie bist du darauf gekommen, den Alpinkletterkurs der Sektion Duisburg zu buchen?

„Weil ich Lust darauf hatte. Ich wollte immer schon draußen klettern. Mit meinem ehemaligen Kletterpartner hatten wir auch eine alpine Klettertour geplant. Das hat sich nicht ergeben. Seitdem habe ich immer Leute gesucht, mit denen ich das machen kann, habe mich aber selber nie an das Material herangetraut, selber Routen abzusichern, selber Routen zu finden. Ich habe den Vortrag in der Sektion gesehen und dachte mir, das ist an sich die perfekte Gelegenheit. Das Gebiet sah unheimlich beeindruckend aus und dann unter Führung alpin Klettern lernen, geht eigentlich nicht viel besser.“

Was hat dir der Kurs gebracht?

„Erfahrung trifft es ganz gut. Ich habe die ersten Schritte im Alpingelände gemacht, kann mir ungefähr vorstellen, wie die Routen in dem Schwierigkeitsgrad aussehen, die wir gemacht haben im fünften, sechsten Grad, ich glaube V+ war das schwerste. Ich weiß wie man die Sicherungsgeräte legt, ich weiß was mich erwartet an Absicherungen und Ständen. Habe mitbekommen, wie man absichert und die Stände baut. Ich fühle mich nach dem Kurs im Prinzip in der Lage, selbstständig zu klettern.“

Die Maze-Führe auf den Ersten Sellaturm war dein erster alpiner Vorstieg. Was war das für eine Erfahrung?

„Von der Höhe hatte ich kein Problem, vom Vorstieg auch nicht. Da hatte ich mit mehr Vorstiegsangst gerechnet. Aber die Wegfindung war interessant. In der ersten Seillänge war ich noch zuversichtlich, dass das klappt. Das ging im Prinzip gerade hoch zu einem Köpfle. Das war das das erste Mal alpine Wegfindung mit Standplatzbau, ich habe direkt drei Köpfle gefunden und wusste nicht, welchen ich nehmen soll. Aber nach Kursleiter Thomas muss ich das ganz gut gemacht haben. Das Ganze ging dann gut bis zu dem Quergang und da ging es dann los mit der alpinen Wegfindung, dort war eine Platte oben und unten und in der Mitte ein relativ schmales Band, wo man halbwegs passabel klettern konnte. Aber irgendwann fehlten da die Absicherungen und die Absicherungsmöglichkeiten und ich wusste nicht mehr, bin ich zu weit oben, bin ich zu weit unten? Ich habe den Stand nicht gefunden. Bin ich zu weit links? Wie weit muss ich noch? Je weiter ich gehe, umso weiter muss ich auch zurück klettern.
Noch schlimmer war die Seillänge die danach kam, weil sich das Seil in einer Exe verknotet hatte. Da habe ich dann direkt mitbekommen wie wichtig es ist, die Sicherungspunkte zu verlängern. Das kannte ich aus dem Sportklettern so vorher nicht. Ich stand dann im Vierer-Gelände und das Letzte, was ich hatte, war eine dünne fingerdicke Sanduhr 10 Meter unter mir, die bei einem Sturz bestimmt ausgebrochen wäre. Prinzipiell hatte ich gute Griffe, aber in der Situation nicht gut genug. Ich bin nicht mehr vor und zurück gekommen. Irgendwann habe ich es dann doch zum Stand geschafft, habe das Seil ohne Ende gezogen und einen halbwegs vernünftigen Stand aufgebaut. In dem Moment habe ich mir dann auch gedacht, warum tue ich mir das eigentlich an? Es war eigentlich nur Stress gewesen. Im Nachhinein war es aber auf jeden Fall trotzdem eine schöne Tour. Es hat was für die nächsten Touren gebracht, an Erfahrung. Muss man wahrscheinlich gemacht haben.“

Gab es in der Alpinwoche etwas was dich beeindruckt hat?

„Ja, die Route über den Geschweiften Kamin auf den Sas Ciampac mit Micha und Thomas. Es waren 13 oder 14 Seillängen, alpines Gelände, keine großen Absicherungsmöglichkeiten. Die Wegfindung war interessant, weil es weites Gelände war, es gab viele Möglichkeiten sich nach links und rechts zu verklettern. Es war von der Ausgesetztheit her schon eine andere Nummer. Das ist das, was ich mir unter Alpinklettern vorgestellt habe.“

In welchem Schwierigkeitsgrad kletterst du?

„Im Landschaftspark 7, 7+ und in der Halle bin ich im 8. Grad angekommen.“

Du kletterst in einem hohen Schwierigkeitsgrad, du boulderst in der Bundesliga und kletterst Alpin. Macht das für dich einen Unterschied aus?

„Auf jeden Fall. Im Alpinklettern würde ich nicht im 8. Grad unterwegs sein wollen. Die Absicherung ist eine ganz andere, man muss sich viel mehr auf das Alpinklettern konzentrieren, als auf das Klettern an sich. Beim Sportklettern im 8. Grad sehe ich alle zwei Meter den Bolt und brauche nur die Exen klippen oder die sind vorher drin, ich brauche mich nicht auf die Routenfindung konzentrieren, weil der Weg perfekt vorgegeben ist. Beim Alpinklettern muss ich die Route finden, muss zwischendurch nach Absicherungsmöglichkeiten suchen, ich muss Stände finden und aufbauen. Da war der 5. Grad eigentlich schon gut gewählt.“

Wirst du weiterhin Alpinklettern?

„Auf jeden Fall.“

Mit Kurs oder ohne?

„Nächstes Jahr ist geplant, an der Gemeinschaftsfahrt in die Dolomiten teilzunehmen. Der Micha und der Klaus von der Ausbildungstour fahren auch mit. Da braucht man nicht potentiellen Teilnehmern Plätze für die Ausbildung wegnehmen. Ich glaube wir sind zu Dritt so weit, dass wir zusammen selbstständig klettern können.“

Welche Kletterziele hast Du für die nächste Saison?

„Beim Alpinklettern möchte ich die „Ende Nie“ in den Loferer Steinbergen in Angriff nehmen. Die hat fast 40 Seillängen, mit einem geplanten Biwak. Die Tour ist ein Sechser an den schwersten Stellen, aber an der Stelle auch sportlich mit Haken abgesichert.“

Und beim Bouldern?

„Das Finale im nächsten Jahr wieder zu erreichen. In der Halle möchte ich dann vorletzten Schwierigkeitsgrad erreichen.“

Welcher ist das?

„Gute Frage. In meiner Stammhalle gibt es sechs Schwierigkeitsgrade und ich kratze gerade am fünften. Der sechste ist fast unmöglich bis Ende offen.“

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Dir alles Gute, eine gute Finalqualifikation und immer einen festen Griff in der Hand.

„Danke, immer gerne.“

 


 

gasometer oberhausen mit megaposter der berg ruft 2018

 

Schwebender Berg wird Höhepunkt der kommenden Ausstellung im Gasometer Oberhausen

Berge. Heimstätten der Götter. Lebensraum der Extreme. Ultimative Herausforderung für Abenteurer und Eroberer. Zufluchtsorte der Mystiker und Mönche. Sehnsuchtsorte für Romantiker, für Wanderer und Bewunderer der Natur.

Berge existieren nicht ewig. Sie entstehen in Millionen von Jahren durch Kollisionen der Erdplatten und werden durch die Kräfte der Erosion wieder zerstört.

„Der Berg ruft“ heißt die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen, die am 16. März 2018 beginnt. Sie zeigt die Vielfalt dieser außergewöhnlichen Welt und erzählt von der Faszination der Berge auf uns Menschen. Sie macht den ewigen Kreislauf des Gesteins nachvollziehbar und zeigt in einzigartigen Filmausschritten und Fotos wie in Jahrmillionen in den gewaltigen Gebirgsmassiven der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

Die Ausstellung lässt ihre Besucher teilhaben an den legendären Erstbesteigungen der berühmtesten Gipfel der Erde, berichtet von großartigen Triumphen und dramatischen Niederlagen. Und sie erzählt von der jahrtausendealten Ehrerbietung, mit der Menschen den Bergen begegnen: Sie waren Orte religiöser Verehrung, der Zuflucht und Besinnung in Abgeschiedenheit, voller Mythen und Geheimnisse.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Gasometer Oberhausen

Matterhorn im Gasometer Oberhausen

Gasometer Partner


 

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Landschaftspark verzeichnet Rekordsommer

Parkverwaltung empfiehlt Anreise mit dem Fahrrad und dem ÖPVN

Der Landschaftspark Duisburg-Nord verzeichnete bisher einen Rekordsommer. Allein im August zählte die Parkverwaltung 184.000 Gäste im stillgelegten Hüttenwerk. Im August des Vorjahres kamen 141.800 Gäste. Neben dem 24-Stunden-Mountainbike-Rennen, dem Stadtwerke Sommerkino und der Ruhrtriennale, entpuppte sich insbesondere die Weltrekord-Sandburg des Duisburger Reiseveranstalters schauinsland-reisen auf dem Steinhallenplatz als Besuchermagnet.

„An Hochtagen besuchten 25.000 Menschen den Landschaftspark“, sagt Peter Joppa, Geschäftsführer der Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH.

Das hohe Interesse hat jedoch eine Kehrseite, denn viele Besucher parken in den umliegenden Wohnvierteln und das ärgert die Anwohner nahe am Landschaftspark. Die Parkverwaltung bittet die Autofahrer um Besonnenheit:

„Wir bitten Besucher, zunächst die Parkplätze am Landschaftspark zu nutzen“, sagt Egbert Bodmann, Leiter der Bauhütte des Parks. „Bei Rückstau werden viele Gäste schnell ungeduldig. Dass man bei größeren Veranstaltungen warten muss, bis man am Veranstaltungsort eingewiesen wird, ist bekannt von Stadien und Konzerthallen. Wir bitten, nicht in umliegenden Wohnvierteln zu parken.“

Wer es ganz ohne Wartezeit haben möchte, dem empfiehlt die Parkverwaltung eine Anreise mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen Verkehrsmitteln. „Mit dem Grünen Pfad, dem Ruhrtal Radweg und der Route der Industriekultur per Rad sind wir sehr gut an die regionalen Radwege angebunden“, ergänzt Bodmann.

Zusätzlich ist der Landschaftspark an die DVG-Stadtbahnlinie 903 und den DVG-Bus 910 angeschlossen. Die Haltestelle: „Landschaftspark Nord“ befindet sich an der Neumühler Straße (B8). Wegeinformationen zum Gelände befinden sich direkt an der Haltestelle.

Weitere Informationen unter www.landschaftspark.de/kontakt/anfahrt


 

3x Ameisengrille

Erste Ameisengrille im Rheinland lebt im Landschaftspark

Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V. hat im Landschaftspark Duisburg-Nord erstmals eine Ameisengrille (Myrmecophilus acervorum) nachgewiesen. Der Fund ist eine kleine Sensation, denn es handelt sich um den westlichsten Ameisengrillen-Nachweis für Europa. Im Rheinland, in Belgien, Frankreich und den Niederlanden wurde die kleinste heimische Heuschreckenart bisher noch nie dokumentiert.

Seit 2012 sucht Diplom-Biogeograph Tobias Rautenberg bereits nach der Ameisengrille. Die machte es dem Biologen wirklich nicht leicht: Das drei Millimeter große, blinde, stumme und taube Tier mit dem walzenförmigen, braungestreiften Körper lebt meist unterirdisch und tarnt sich geschickt als Ameise, um nicht angegriffen zu werden.

Dementsprechend schwierig gestaltet sich das Auffinden. Das gelingt am besten durch das Umdrehen von Steinen. „Ich war mir sicher, dass es im Landschaftspark Ameisengrillen gibt“, sagt Rautenberg. Um den Nachweis schlussendlich zu erbringen, hat er in seiner Dienstzeit und Freizeit mehr als 10.000 Steine umgedreht. „Den Stein unter dem die Grille lag, kannte ich schon“, schmunzelt er. „Den hatte ich schon ein paar Mal umgedreht."

Seine Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Nun hat Tobias Rautenberg den ersten Ameisengrillen-Fund im Rheinland, den westlichsten Fund in Nordrhein-Westfalen und den westlichsten Fund in ganz Europa vorzuweisen. Die meisten Nachweise liegen bisher für Süd- und Osteuropa vor. Dokumentierte Funde in NRW:

  • 1.: 1993: Beverungen (Kreis Höxter)
  • 2.: 2000: Witten
  • 3.: 2004: Geseke (Kreis Soest)
  • 4.: 2009-2011: mehrmals in Bochum gefunden worden
  • 5.: 2010: Breckerfeld (Ennepe-Ruhr-Kreis)
  • 6.: 2016: Haltern (Kreis Recklinghausen)

Weitere Informationen immer aktuell unter www.landschaftspark.de oder www.facebook.com/landschaftspark


 

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